Wunder geschehen

„Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.“
Henry David Thoreau


Ich wünsche Euch allen, dass das Licht der Weihnacht Euer Herz erleuchtet hat.

Auf das zurückliegende Jahr blicke ich mit Dankbarkeit. Eugen Ionesco schrieb: „Wir glauben Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns.“ Welche Erfahrungen prägten mich 2019? Die Bereitschaft mich verändern zu lassen; Den Empfang von Gnade; Das Geschenk des Vertrauens; Die Demut, um Hilfe zu bitten; Die Erfahrung von Begegnungen, Das Dienen in Wachheit und Achtsamkeit und die Entscheidung von einem Leben in mehr Freiheit.

Ich bin dankbar für das Vertrauen, dass mir Menschen entgegen bringen. Dafür, dass ich Menschen begleiten darf, damit sie sich Ihrer vielfältigen Fähigkeiten bewusster zu werden. Dankbar für den „Erfolg“. Dieser Erfolg besteht, nach Benjamin Zanders Vision, nicht darin Reichtum und Macht zu erlangen, sondern misst sich daran, „wieviele leuchtende Augen ich um mich herum“ erleben darf. Mir ist bewusst, dass nicht „ich“ dies alles „schaffen“ konnte. Ich durfte Empfänglichkeit lernen.

Immerfort

Immerfort empfange ich mich aus Deiner Hand.
Das ist meine Wahrheit und meine Freude.

Immerfort blickt Dein Auge mich an
und ich lebe aus Deinem Blick.
Du mein Schöpfer und mein Heil.


Romano Guardini

Ich wünsche einem jedem von Euch für 2020, die Erfahrung und das Vertrauen in dieses „Empfangen“, sowie den Mut in die stetig stattfindende Veränderung, welche das reichhaltige Leben uns Tag für Tag bietet.

Mögen wir alle, den Mut besitzen, das Wunder zu leben. Dass „das, was in uns liegt, nach außen in die Welt“ getragen werden kann. Indem wir einander einladen, ermutigen und inspirieren. Ich freue mich auf ein Wiedersehen, sei es in meiner Praxis, in einer Fortbildung, Supervision, Seminar oder in einer der Ausbildungsgruppen.

Ein gesegnetes gutes neues Jahr 2020 wünscht Euch

Bernd Scharwies

Körper-Seele-Geist Einheit

„Unser Bewusstsein ist partnerschaftlich zwischen Gehirn und Körper angelegt: Das Gehirn berichtet von der Außenwelt, der Körper von der Innenwelt, und das Nervensystem ist der Vermittlungspartner zwischen diesen beiden.“
Antonio Damasio

Der Neurowissenschaftler Antonio Damasio beschrieb ausführlich, auf welche Weise unser Körper mit unserer Psyche kommuniziert. Er unterscheidet neurologisch zwischen Gefühlen und Emotionen.

Emotionen sind in diesem Zusammenhang körperliche Reaktionen, die der Aufrechterhaltung der Homöostase dienen: körperliche Reaktion, Rückzug und Bewegung. Damasio benennt ein Beispiel: „Haben wir ein Gefühl von Angst, wird unser Herz zu rasen beginnen, unser Mund wird trocken, unsere Haut wird blass und unsere Muskeln ziehen sich zusammen. Diese emotionale Reaktion erfolgt automatisch und unbewusst.“

Unser Gehirn formt diese körperlichen Emotionen in mentale Gefühle (um), indem es ihr eine Wertigkeit zuweist. „Gefühle“, sagt Damasio, „treten erst auf, nachdem wir uns in unserem Gehirn der körperlichen Veränderungen [der Emotionen] bewusst geworden sind; dann erst erleben wir das Gefühl der Angst“. „Und Schmerz“, erklärt er weiter, „muss als ein Gefühl behandelt werden“. Dies impliziert die besondere mentale Bedeutung bei der Schmerzerfahrung.

Dies betrifft j e d e Schmerzerfahrung

Der australische Physiotherapeut Mark Bishop, forschte darüber, wie die Erwartungen der Patienten/Klienten die Ergebnisse der manuellen Therapie beeinflussen.

In einer Vergleichsstudie mit 400 Rücken-Schmerzpatienten, zwischen den Methoden der Wirbelsäulenmanipulation und der Wirbelsäulenmobilisation, wurde zusätzlich eine „therapeutische Berührung“ angewandt, bei der die Therapeuten einfach „ihre Hände auf oder in die Nähe des Körpers des Patienten legen mit der Absicht zu helfen oder zu heilen“. „Überraschenderweise“ war die therapeutische Berührung nach Abschluss der sechsjährigen Studie diejenige Behandlung, die von den Teilnehmern am meisten gewünscht und von der sie sich am meisten Hilfe bei ihren Schmerzen erwartet haben.

In weiteren Studien über Hals-, Schulter- und Lendenwirbelsäulenbeschwerden war die generelle Genesungserwartung der Patienten/Klienten der wichtigste Indikator für die Genesung; sie ist stärker als die verwendete therapeutische Methode, die Erfahrung des Arztes oder andere Faktoren.

Vor diesem Hintergrund, sind laut Bishop, unsere Fähigkeiten, eine gute Zusammenarbeit wahrscheinlich wichtiger für die Schmerzheilung als irgendeine bestimmte Methode oder Therapie.

Beeindruckend auch ein weiteres Forschungsergebnis:
Die Methode ist wichtig, aber besonders auf der Seite der Therapeuten: wenn die Therapeuten eine starke Vorliebe für eine bestimmte Behandlung hatten, dann führte diese Behandlung zu deutlich besseren Ergebnissen, unabhängig davon, welche Art von Behandlung angewandt wurde.

Erfolgsfaktor Faszination

Du möchtest eine Körper- / KomplementärTherapeutische Ausbildung wie z.B. Rebalancing machen, bist aber unsicher, ob Du damit ausreichend Geld verdienen? …….. Oder du hast eine Ausbildung absolviert und unklar, wann der beste Zeitpunkt für den Start einer Praxis wäre? ……… Oder Du hast eine Praxis eröffnet und würdest gerne, dass mehr Klienten den Weg in Deine Praxis finden? ……..

Seit einiger Zeit erhalte ich (teilweise sehr hartnäckige) Werbemails von deutschen (oder internationalen) Anbieter: Mit mehr oder weniger großen Versprechungen, „wenn Du diesen Massage-Business-Kurs mit x-Modulen buchst, dann wirst Du erfüllt und glücklich Geld verdienen, Selbstvertrauen gewinnen, Marketing Formeln erhalten“ etc.. Meist verbunden mit einem „Bonus-„Angebot.

Es gibt eine einfache und kostengünstige Erfolgsformel, eine unbestechliche Einflussgröße, die wesentlich über die Möglichkeit von Erfolg entscheidet: Deine Faszination für Rebalancing!

Es gibt keinen größeren Erfolgsfaktor, wie Deine Ergriffenheit von den achtsamen, absichtslosen tiefen Berührungen, dem psychosomatischen Körperlesen, den herzlichen Fasziendialogen und von der Schönheit der unverwechselbaren, einzigartigen Menschen, die sich Dir anvertrauen.

Die Grundlagen der Faszination werden in einer qualifizierten Ausbildung, deren Lehrer und den Ausbildungsinhalten gelegt. Die unterschiedlichen Qualitäten verschiedener Lehrer werden unterschiedlich faszinieren. Wir sind von Rebalancing fasziniert. Faszination ist ansteckend!

Liebe ist die Grundlage

Heute schenkte ich einem Freund, der sich für die Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele interessiert, das von mir verfasste Rebalancing Buch. Er las dann laut aus der Einführung: „Liebe ist die Grundlage dieser Arbeit. Jegliche Spannung verschwindet, wenn ihr mit Liebe begegnet wird.“

Da berührten mich meine eigenen Worte. So erging es mir schon einige Male, wenn z.B. Schüler aus dem Buch etwas erwähnen oder zitieren. Vor 11 Jahren wurde das Buch veröffentlicht. Nach wie vor ist es für mich die Grundlage für unsere Ausbildungen. Auch wenn ich heute einiges anders formulieren würde.

Wir berühren Menschen. Wie leicht lässt sich diese Körper – Herz – Weisheit vergessen. Worauf richtet sich mein Blick, meine Aufmerksamkeit, wenn ich Menschen berühre? Ganz im Sinne des 1. Korinther Briefes: „Wenn ich mit Menschen- und Engelzungen redete, aber keine Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“ Wenn ich noch so hervorragende Techniken anwende, über bestes Wissen verfügte, aber keine Liebe habe ….

Touching (from) the heart

Das Erleben von Tiefe

Die grundlegende Hypothese in der Ökologie besagt, dass alles mit allem zusammenhängt. Dies trifft auf unser Körper- und Fasziengewebe zu.

Die Faszien bieten weitreichende Behandlungsmöglichkeiten. Es ist leicht mit den Faszien zu arbeiten; vorausgesetzt der Therapeut weiß, wie er dem Fasziennetzwerk in einem individuellen Dialog begegnet.

Es ist faszinierend und erbaulich zu sehen, wie schnell durch empathische, gezielte, tiefe Strich-Dialoge eine sofortige strukturelle körperliche Veränderung herbeigeführt wird.

Achtsamer „Counterstretch“ im Rebalancing

Der Schlüssel für die heilbringende äußere (und der inneren) Wandlung liegt in der faszialen Beschaffenheit unseres Körpers. Unser Körper hat sich ein Leben lang geformt und formt sich auch in Zukunft – aus den Erfahrungen und Gefühlen unser täglichen Erlebnisse. Wenn ich Menschen begegne und berühre, dann geschieht dies ausschließlich in der Gegenwart. Alles, was wir als Menschen sind, tragen wir in unserer Gegenwart mit uns.

Mithilfe des Werkzeugs des “Körperlesens” spüren wir Ursachen von Verspannungen und Schmerzen auf. Für den Körpertherapeuten sind in der äußeren Haltung des Körpers die inneren Einstellungen sichtbar. Der Körper erzählt anhand der Körperhaltung seine Geschichte,

Nicht Innen Nicht Außen

„Die abendländische Grenze zwischen dem Innen (privat, geheim, unterschließbar, heilig) und dem Außen (offenbar, messbar, veränderbar, ermordbar) ist endgültig gefallen“

Andreas Weber

Das Leben eines jeden Menschen ist
untrennbar mit dem Leben der Welt verwoben;
der Klient der die Praxis besucht und de
wahrgenommen und berührt wurde,
wird die Praxis in einer anderen Wahrnehmung verlassen.

Die Welt und der Mensch – weitergehend –
die Welt und die Lebewesen befinden sich
im gegenseitigen Wechselspiel.

Der Mensch und seine Umgebung,
wie er sie unmittelbar erfährt,
ist alles andere als ein festgelegtes Objekt;

Lebewesen sind vieldeutige Schwingungen,
die auf meine Empfindungen antworten und
diese rufen wiederum in mir Gefühle hervor.

ALLes ist mit ALLem verbunden

Der atmende Leib, der die Welt erfährt und bewohnt,
unterscheidet sich völlig vom schematischen Körper
z.B. aus einem Anatomiebuch. Jeder Leib ist anders, als der,
den ich zu sehen 
und fühlen gelehrt bekommen habe.

Der Körper ist keine komplexe Maschine,
deren Teile repariert werden müssen.

Der Leib den alle Menschen und jedes Lebewesen beleben und bewohnen ist ein Körper der Wahrnehmung und des Fühlens. Dieser Leib ist die Grundlage für die Begegnung und Berührung mit jedem Menschen, ja jedem Lebewesen, welches ebenso als wahrnehmender und fühlender Körper sich mir anvertraut.  Der lebendige Körper stellt Kontakt her (zu anderen und zu mir). Er ist es, der Reflexion, Denken und Erkenntnis ermöglicht.

Menschen sind auf Beziehungen eingestimmt. Ein-Blick in unseren Körper bezeugt,
dass jede Faser, jede Faszie, jeder Nerv – alle Organe in einem Beziehungsgeflecht leben. 

Deswegen kann und wird jede isolierende Betrachtung, - sei es der Blick auf eine anatomische Struktur (wie z.B. des M.iliopsoas, den Rücken etc.) oder sei es der isolierende Blick auf eine Krankheit oder ein Beschwerdebild, mich in die Irre, d.h. ebenso in die Isolation führen. 
LEBEN ist jedoch MEHR ALS ................ DIE DARSTELLUNG DES LEBENS .......... 
Leben ist FÜHLEN ...... ist AUSTAUSCH ......... ist BEDEUTUNG ......... ist ENTFALTUNG ..... ist NETZWERK ....... ist WECHSELSEITIGE BEZIEHUNG ....
"Das Geheimnis Gottes schläft im Stein, atmet in der Pflanze, regt sich im Tier und erwacht im Menschen." Thomas von Aquin
Häufig hat der Mensch den Kontakt zum Kosmos, zu den Kräften der Natur, zu seinen Mitmenschen, zu den Tieren etc. verloren und fühlt sich in seiner Welt nicht mehr zuhause.
Ungeborgenheit, Angst, alle möglichen Beschwerden und Krankheiten sind die Folge.
Beständigkeit ist eine Haltung
Begleiten heißt partizipieren heißt zur Anwesenheit kommen. Einfach da sein, ohne etwas Bestimmtes zu wollen - 
Im Schweigen vor jedem Gedanken, vor jeder Freude und jedem Schmerz - im Bewusstsein Zeit zu haben -
Eingetaucht sein in den Atem der Ewigkeit. Dann ändert sich alles, - Zeit, Raum und Gedanken;
Sehen, ohne zu urteilen. Alles darf zunächst so sein, wie es ist.
Beständigkeit ist eine Haltung, die wesentlich für einen Weg der Begleitung erscheint. Lebendigkeit erfahren wir in unserer Verbindung zu anderen Lebewesen.
Jeder Körper eines Lebewesens zeugt von Spuren, die wir deuten und spüren, da wir selbst Körper sind.
Innen ist Außen zugleich.

"Was ihr Inneres ist, gelebte Bedeutung, ist zugleich ihr Äußeres, gestaltgewordene Bedeutung." Andreas Weber

Ermutigung zur Selbstliebe

„Viele Schwierigkeiten im Leben sind Beziehungsschwierigkeiten zu anderen Menschen. Sie führen dazu, dass die Betroffenen auf irgendeine Weise versuchen, die Probleme in den Griff zu bekommen, indem sie sich mit dem anderen beschäftigen. Der andere ist ja die Ursache der Schwierigkeiten. Wäre er anders, hätte man diese Sorgen nicht.“
Michael Lehofer

Leider, leider, leider sind es nicht die anderen Menschen – die ich ändern kann. Aber es gibt einen den ich ändern kann: mich!
Das ist die frohe Botschaft.

Ist das zu radikal? Das mag radikal klingen, macht (mit etwas Übung) das Leben lebenswerter. Den/die Andere kann ich sowieso nicht ändern.

Indem ich beginne „Ja“ zu mir zu sagen, übernehme ich Verantwortung für mich, d.h. für meine Gedanken, für meine Taten, für meine Worte etc.. Die Eigenverantwortung unterstützt Heilungsvorgänge, unterstützt Beziehungsklärungen und befreit mich aus einer „Opferrolle“.

Mit der „Ich sage Ja zu mir“ Meditation fördern wir außerdem Berührungskompetenz, denn so wie ich als Behandler lerne, meine Stärken zu stärken, ist auch der/die Behandelte gefordert, Ja zu sagen, zu dem, wo ihre oder seine Grenzen liegen.

Das klingt paradox und ist paradox. Und es ist Heilung! Es ist eine Ermutigung zur Selbstliebe.

Die Arbeitsteilung in unseren Gehirnhälften

Jedes menschliche Gehirn besteht aus zwei spiegelbildlichen Hälften – ähnlich der beiden Hälften einer Walnuss. Jede Gehirnhälfte oder Hemisphäre steuert die Bewegungen der gegenüberliegenden Körperseite.

Beide Hemisphären sind auf verschiedene geistige Funktionen spezialisiert. Die erstaunlichste Asymmetrie ist mit dem Sprechen verknüpft.

Die linke Hälfte ist zuständig für die Erzeugung der konkreten Sprachlaute, sowie auch für ihre Anordnung in syntaktischen Strukturen und für einen Großteil dessen, was Semantik genannt wird – das Verstehen von Bedeutung.

Die rechte Hemisphäre scheint sich nicht mit gesprochenen Wörtern zu befassen. Ihr Augenmerk liegt auf feinsinnigeren Aspekten wie Metapher, Allegorie und Mehrdeutigkeit – wie sie in Poesie, Mythos und Drama wiederzufinden sind.

Die linke Hemisphäre wird dominant genannt, weil sie oft das Wort und das Denken an sich reißt. Die stumme rechte Hemisphäre kann keinen Protest dagegen erheben.

Weitere Spezialisierungen betreffen u.a. dem Sehen und der Gefühlswahrnehmung

Unsere rechte Hemisphäre ist zuständig für ganzheitliche Aspekte des Sehens – sie sorgt dafür, dass wir den Wald und nicht die Bäume sehen – und reagiert mit dem passenden Gefühl auf emotional besetzte Situationen.

Patienten mit rechtshemisphärischen Schlaganfällen oder anderen Hirnausfällen sind oft von beneidenswerter Unbekümmertheit hinsichtlich ihrer Erkrankung, weil sie ohne die „emotionale rechte Hemisphäre“ einfach nicht das Ausmaß ihres Verlusts begreifen.

Auch die kognitiven Stile (das Wahrnehmen, Denken, Erkennen betreffend) der beiden Hemisphären ist beachtlich.

Im Zustand des Wachseins wird unser Gehirn mit einer erdrückenden Fülle von sensorischen Input-Daten überschwemmt, die alle in einer kohärenten (zusammenhängenden) Perspektive eingegliedert werden müssen.

Um kohärente Handlungen hervorzubringen, muss unser Gehirn dieses Übermaß an Einzelheiten sichten und zu einem verlässlichen und in sich schlüssigen „Überzeugungssystem“ ordnen – zu einer Geschichte, die angesichts der zur Verfügung stehenden Indizien einen Sinn ergibt.

Das bedeutet, dass das Hirn mit jeder neuen Information versucht diese bruchlos in unsere bereits vorhandene Weltsicht einzufügen . Vermutlich geschieht dies in der linken Hemisphäre unseres Gehirns.

Doch was geschieht mit Informationen, die sich nicht richtig zu- und einordnen lassen?

Anomalien werden vom Gehirn ignoriert

Unsere linke Hemisphäre verändert diese Anomalie so, dass sie in das vorhandene Bezugssystem passt und die Stabilität des Gehirns erhalten bleibt.

Dieser alltägliche Abwehrmechanismen verhindert, dass unser Gehirn in hoffnungslose Unentschlossenheit verfällt. Mit dem Preis des selbst „belügens“. Doch der ist vertretbar, angesichts der Kohärenz und Stabilität des Gesamtsystems.

Beide Hemisphären besitzen also fundamental verschiedene Bewältigungsstrategien.

„Die linke H. hat die Aufgabe, ein Überzeugungssystem oder Modell herzustellen und neue Erfahrungen in dieses System einzugliedern. Wenn sich die linke Hirnhälfte einer Information gegenübersieht, die nicht in das Modell passt, nimmt sie ihre Zuflucht zu Freud`schen Abwehrmechanismen, das heißt, sie verleugnet, verdrängt oder konfabuliert – sie unternimmt jede Anstrengung, um den Status quo zu erhalten.

Die Strategie der rechten Hemisphäre dagegen besteht darin, den „Advokatus Diaboli“ (z.B. bei einem rhetorischen Streit zunächst ganz bewusst die Position seines Gegners einnimmt, dies jedoch nur, um diese schließlich trotzdem zu widerlege) zu spielen. Wenn die aus dem Rahmen fallenden Informationen einen bestimmten Schwellenwert erreicht, entscheidet die rechte Gehirnhälfte, dass es an der Zeit ist, eine grundsätzliche Revision des gesamten Models zu erzwingen und ganz von vorne anzufangen.

Die rechte Hemisphäre veranlasst also beim Auftreten bestimmter Anomalien einen Paradigmenwechsel während die linke Hemisphäre unter allen Umständen versucht, an den gegebenen Verhältnissen festzuhalten.“ Dr. Vilaynur S. Ramachandran

Einladung zur Rebalancing Faszien Ausbildung

Bringe Dich und Deine Körperarbeit auf eine neue Seins-Ebene

Wir lehren Dich die spirituelle-, die handwerkliche – und die technische Ebene, gewürzt mit Prisen von Humor und Anatomie. Du kommst in Kontakt mit dem Wesen des Lebens – der Wandlung und der Inspiration – der Eigenen und der Deiner Klienten – hin zu mehr Balance und vollem Selbstausdruck. 


In einer ausgezeichneten Lernumgebung für Körper, Geist und Seele – einer gesunden Mischung aus Stadt- und Landleben – mit der Wahlmöglichkeit nach Stille an jedem Ort – dennoch mitten im Puls des Lebens, bieten unserer Ausbildungen seit 25 Jahren eine hohe Qualität – sichtbar repräsentiert durch unserer ehemaligen Schüler vor allem im deutschsprachigen Raum.

Wir haben viele Rebalancing Praktizierende ausgebildet, die regelmäßig wiederkommen und uns sagen, wie zufrieden sie mit ihrer neuen beruflichen Laufbahn sind – für sich Selbst und für ihre Klienten.

Richte Dich auf, wie eine Rose ….

Unterstützt von unserem neuen und bewährten Lehrteam führen wir Dich in eine neue Beziehung zu Deinem eigenen Körper und zu dem Deiner Klienten, indem wir Deine Fähigkeiten und Dein Verständnis für einzigartige Berührungen und die eigene „Berührbarkeit“ schrittweise ausbilden.

Wir alle sind begeistert wie eh und je von dieser Arbeit.

Bernd Scharwies
http://www.rebalancing.dehttp://www.rebalancing-schule.ch

Das Konzept des Zentrums

Madrid – Kuppel der Kirche San Francisco El Grande

„Suche auf jedem Gebiet die merkwürdigste Sache und dann erforsche sie.“
John Archibald Wheeler

Interconnectednes d.h. die Verpflechtung – Vernetzung verschiedenster Körperzentren bilden die Grundlage, um ein Leben zu gestalten und uns in einer Weise zu verändern, die wir bis jetzt nur erahnen.

Die KörperSeeleGeist Einheit mit all ihren reichhaltigen Facetten sind Wegweiser zu unseren inneren Prozessen. So sind Symptome Belege für grundlegende Arbeitsweisen des menschlichen Geistes und Gehirns und „lassen Rückschlüsse zu auf das Wesen von Körperbild, Sprache, Traum, Depression, Lachen und andere Kennzeichen der menschlichen Natur.“ Vilaynur S. Ramachandran

Zentrum und Körperarbeit

In den klassischen Körpertherapien, zu denen auch Rebalancing gehört, bezieht sich das „Zentrum“ im Wesentlichen auf die Becken- und Bauchregion. Dies hat seine Berechtigung, denn eine Unausgeglichenheit in diesen Bereichen bewirken starke Veränderungen in der Peripherie. Auch unsere Aufrichtung, d.h. unsere Aufrichtigkeit wird wesentlich von diesen Zentrum beeinflusst. Berühre ich dieses Zentrum kommen die Klienten mit einer inneren Stille – ihrem „Inneren Selbst“ in Kontakt. 

Das Bauchzentrum besitzt eine eigene Seele. Zu ihr gehören unsere Grundtriebe: z.B. Hungergefühl, Sexualität, Empfindungen, Instinkt und Intuition. In Schulen östlicher Weisheit wird das Zentrum im Bauch Hara (Japan), Tan-Tien (China) und Kath (Sufismus) genannt. Für alle ist der Bauch das Zentrum der Vitalität. 


Der Kopf – Zentrum des Denkens

d.h. von Überlegungen und Reflexion. Unsere Gedanken sind Wegweiser zu den inneren Prozessen – unseren „innere Haltungen“. Der Kopf hat oft andere Vorstellungen, womit, wann und wie unsere fundamentalen Bedürfnisse befriedigt werden könnten. Für viele Menschen ist er zum Zentrum des Seins geworden. 

Die entscheidende Frage lautet, ob der „Kopf“ als Teil der Gesamtpersönlichkeit seinen angemessenen Platz einnimmt, und das Denken damit wieder an den Rand des Geschehens rückt, wo er seine wichtige Rolle am besten spielt. Denken soll keine Anstrengung, kein Kampf und kein Zeitfresser sein, sondern leicht und klar und spontan, wie die Bewegung eines Armes. 

Das Zentrum unseres Seins ist das Herz

welches im Brustraum von den Rippen geschützt ruht. Dort werden alle Gefühle gebündelt, verstärkt oder umgeformt. Gefühle strömen aus dem Bereich des Bauches durch das Zwerchfell aufwärts und erhalten über das Herz zwischenmenschlichen Ausdruck wie Mitgefühl, Präsenz oder Emotionen. Im Idealfall schafft das Herz eine harmonische Integration aller wichtigen Faktoren unseres Lebens. 

Das Herz gilt als die eigentliche Mitte des Menschen. In unserer Mitte fühlen wir und treffen im Idealfall eine Entscheidungen von dort heraus. Es ist der zentrale Ort, von dem aus sich unser Leben entfaltet. Das Herz hält nichts zurück, es gibt alles weiter. 

Interconnectedness

Wenn wir uns einander zuwenden, öffnen wir unser Herz. Wer liebt, möchte sein Herz verschenken. Das Herz kann springen und tanzen. Immer berufen wir uns auf unser Herz, wenn wir sagen wollen, wie es um uns steht. Unser Herz brennt, es wird von Leidenschaft erfasst, wir nehmen uns etwas zu Herzen, wir geben unserem Herzen einen Stoß, wenn wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben, nehmen das Herz in die Hand oder fassen uns ein Herz, wenn etwas Wichtiges zu tun ist. Wer das Herz auf dem richtigen Fleck hat, der wird auch das Herz auf der Zunge tragen. Welches Glück bedeutet es, wenn wir jemandem unser Herz ausschütten können!

Seelische Krisen können zu Herzschmerzen führen. Wir fühlen unser Herz durchbohrt oder fürchten, dass unser Herz bricht. Wir prüfen uns auf Herz und Nieren, bevor wir zu einem Herz und einer Seele werden. Das offene Herz ist zärtlich, warmherzig und im Fluss. Indem wir im Herzen verweilen, wird es weich, und der Geist wird ruhig und taucht in eine Stille und Weite ein.