Angekommen

München – Nashville – St. Louis – München

14 Tage Städte, Menschen und Natur begegnen, (fast) absichtslos, mich treiben und führen lassen.

Im Einklang seiend, nehme ich Menschen, Dinge, Farben, Geräusche und Licht wahr, die sich mir zeigen wollen. Meine Sinne erreichen mich. Innen und Außen sind verbunden. Ich fühle mich beschenkt, reich, offen und frei.

Dies ist ein Geschenk einer inneren Haltung, nach der meine Seele sich sehnt. Ein „Gateway“, durch das ich ab und zu schreiten darf.

Ich erlebe diese Momente der Absichtslosigkeit aus meiner Berufung, mit der ich (z.B. im Rebalancing) allem freundlich und neugierig begegne, was sich mir zeigen möchte.

Ich darf dann verweilen und lauschen, Da-Sein, berühren und berührt sein. Den inneren Regungen im Dialog folgen – weiter und tiefer als meine Worte dies beschreiben könnten.

Empfinden

„Je weiter die Technologie uns erlaubt, das Leben auf einer Mikroebene zu studieren, desto stärker werden die Beweise für dessen Komplexität und Intelligenz.“ (Andreas Weber)

Alles, ob Mensch, Tier oder Pflanze, wird wie von einer mächtigen Kraft zusammengehalten. Möglicherweise im Empfinden dessen, was ihnen gut tut und
was ihnen schadet. Wir sind Lebe-Wesen.

Wir er-leben uns, unsere Mit-Menschen und unsere Um-Welt primär mit unseren
Sinnen. Wir empfinden. Von allen Wesen der Natur können wir Menschen, die wir
Schmerz, Isolation und Vergänglichkeit erleben, lernen. Denn: Auch nach größten
Katastrophen erfahren wir, dass die Natur wieder auflebt, sich in Blüte verwandelt (und uns darin Hoffnung schenkt).

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Die Erfahrung, dass unsere Faszien auf unsere Emotionen reagieren und sich diese Gefühle verfilzend oder lösend auf das Netzwerk auswirken, dürfte ein jeder Mensch schon erlebt haben. Ein gutes Wort, eine empathische Geste, eine achtsame, liebevolle Berührung zeigen sich in bestimmten Situationen als heilender als das beste Medikament oder die beste therapeutische Technik, welche kühl, abweisend oder berechnend verabreicht wurde.

Deswegen ist das Empfinden – die Emotion – auch das/die des Therapeuten, in
jeder Be-Handlung so wesentlich. Die Art und Weise, wie ich mich jemandem annähere und ihn berühre, gibt mir die Möglichkeit zu erkennen, dass dieser Mensch mehr verkörpert, als das, was ich von ihm sehe, höre oder glaube zu wissen.

Um ihn ganzheitlich zu erfassen, muss ich fühlend wahrnehmen lernen. Dies erfordert vorsichtiges und sanftes Zugehen, berühren und gleichzeitig Platz zu lassen – nur nicht vorschnell zu sein.

Für die Berührung erweist es sich als notwendig, dass ICH ganz bei mir bin, in mich ruhe, mich und meinen Körper spüre und jedem Gefühl/Bild/Stimmung in mir vertraue und diese(s) ernst nehme.

Rebalancing Intensiv Workshop 14.-16. September 2018

Im Rebalancing-Intensive Seminar vermitteln Rocky George James und Bernd Scharwies, wie sie den Faszien und den Klienten im Dialog begegnen.

„Different strokes for different folks“

Nicht das Interpretieren und Deuten und Verstehen lehrt Dich, einen Menschen zu begleiten und zu berühren.


Zunächst geht es darum, wahrzunehmen was ist. Der Mensch ist seine eigene Botschaft. Er will nicht gleich unsere eigene Interpretation aufgedrückt bekommen (bei der wir selbst im Zentrum stehen), sondern als er selbst gesehen und wahr-genommen werden. Hier beginnt die erste tiefe Berührung.

Jede Berührung kann mich unmittelbar für den Anderen öffnen, für das Neue und Unverfügbare in ihm, für das, was mir da entgegentritt.

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Ich nehme wirklich den Menschen wahr, wenn ich ihn „wahr“-„nehme“: ihn in seiner ureigensten Wahrheit sein lasse und annehme.

Im Workshop betrachten wir einzelne Situationen und Sitzungen jeweils im Zusammenhang eines vielschichtigen Systems, in deren Mitte Du stehst.

Weitere Informationen: Flyer hier downloaden

oder auf http://www.rebalancing.de

Warum der Mensch unbedingt angefasst werden sollte

Am 19.Mai 2018 erschien ein Artikel in der NZZ (Neue Züricher Zeitung) von Nicole Althaus und Regula Freuler.

Berührungen werden im Alltag mehr und mehr reglementiert, oft sogar bewusst vermieden: Schon lange vor der „Belästigungs-Debatte“ haben Berührungen ihre Unschuld verloren. Dabei findet die Forschung immer mehr Gründe für die Wichtigkeit von Berührungen.

Kindern den Körperkontakt zu verweigern, ist, als ob man ihnen den Sauerstoff verweigert. Und das ist kein esoterischer Nonsense, sondern beruht auf wissenschaftlichen Studien.
Francis McGlone

Ohne Berührung kein Leben

Von allen menschlichen Sinnen ist der Tastsinn der erste, der sich im Mutterleib entwickelt, und er ist der letzte, der vor dem Tod erlischt. Er ist das Fundament jeder Beziehung, der intimste aller Sinne und der einzige, ohne den der Mensch nicht leben kann.

Frühchen können ihre Umwelt schlechter erkunden, weil sie im Brutkasten weniger Hautkontakt zu Bezugspersonen bekommen als andere Säuglinge. Die Entwicklung der entsprechenden Nervenfasern können im Gehirn mit vielen Berührungen wieder ausgeglichen werden. Wer Babys, beim Wickeln oder Anziehen zusätzlich liebevoll berührt, entwickeln mit einem Jahr bessere visuelle und motorische Fähigkeiten. Vor einer Operation kann mittels guter Berührungen die Aufregung (oder der Stress) bei Patienten gesenkt werden

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70 Prozent der autistischen Kinder leiden laut einer Studie von Francis McGlone, unter einer sensorischen Wahrnehmungsstörung. Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität nehmen taktile Reize weniger schnell wahr und können diese nicht verarbeiten. Die Kinder spüren sich manchmal nicht. „Berührungen sind für die Entwicklung von Kindern nicht optional, so wie ein Kaugummi oder ein Markenturnschuh, sondern überlebenswichtig“, sagt der Neurowissenschafter McGlone der John-Moores-Universität in Liverpool.

Der Tastsinn verbindet uns mit anderen Menschen und lässt uns die Welt „begreifen“. Berührungen schaffen Nähe, spenden Trost, schenken Sicherheit, kurz gesagt: sie gehen unter die Haut. Gerade weil sie so wichtig sind, hat ihnen die Evolution eine eigene «Nachrichtenleitung» eingebaut.

McGlone, der zu den führenden Forschern der taktilen Informationsverarbeitung gehört, erklärt deren Funktion so: Es gibt den schnellen Dienstweg über die A-alpha-Fasern, welche Signale von der Haut sofort ins Gehirn tragen und uns wissen lassen: Achtung, heiss! Oh, schön weich! Und dann gibt es neben den breaking news auch noch den langsamen, gefühlsbezogenen Dienstweg über die C-Fasern, welche die Informationen gewichten und aus der Flut an taktilen Informationen Berührungen herausfiltern und melden, die angenehm und für unser emotionales Leben wichtig sind<.

Unser Berührungsmeldewesen hat also eine spezielle Hotline, um liebevolle, tröstliche oder erotische Botschaften anderer Menschen aufzufangen.»
Zitat aus dem Zeitungsartikel

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Schmerzen werden durch achtsame Berührungen gelindert. Es werden betäubende Proteine und das Bindungshormon Oxytocin frei gesetzt. Menschen, die regelmässig liebevoll berührt werden, leben entspannter und gesünder. Berührungen, zum Beispiel mittels einer Massage von lediglich 20 Minuten pro Woche senkt nachweislich den Blutdruck und den Cortisolspiegel.

Berührungsangst im Alltag

Im öffentlichen Raum hat Berührung ihre Unschuld verloren. Die Schlagzeilen über Pädophile, publik gewordene Übergriffe, aber auch die jüngste #MeToo-Debatte lassen den Körperkontakt oft hinterfragen. Auch wenn er gar keine sexuelle Komponente hat.

Betroffen sind von dieser Berührungsangst im öffentlichen Raum vorab Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen oder aber mit dem Körper zu tun haben: Lehrer, Kindergärtnerinnen, Ärzte, Pfleger, Heimleiterinnen. Das Damoklesschwert des Übergriffvorwurfs schwebt stets über ihnen. Manchenorts hat das zur totalen Berührungs-Abstinenz geführt.

In dem Artikel beschreiben die Autorinnen das Dilemma:
„Kein Zweifel: Sexuelle Übergriffe und Gewalt werden nach jahrzehntelanger Duldung und Tabuisierung zu Recht offengelegt und angeklagt. Doch in öffentlichen Institutionen scheint das Pendel nun in die andere Richtung umzuschlagen: «Anstatt der offensichtlichen Gewalt werden ‹normale› körperliche Beziehungen in Schulen zunehmend mit einem Tabu belegt», heisst es in einem Arbeitspapier vom Februar 2017 des Vereins Profil Q. Es sei sogar schwierig geworden, das Thema anzusprechen, ohne selber in Verdacht zu geraten, auf der «falschen» Seite zu stehen.“

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Innere Kommunikation und Rebalancing

Unser Körper schenkt uns und anderen konstant Informationen bezüglich unserer Gefühle, Empfindungen und Gedanken. Diese immense Informationsfülle läuft auf einer „inneren“ Kommunikationsplattform ab.

Eine Form, der Bewusstwerdung, geschieht im Rebalancing mittels dem sogenannten Körperlesen, eine andere durch direkte Berührungen. Dies lässt den Klienten sich Selbst besser wahrnehmen und damit unmittelbar zusammenhängend eine Art der Selbstkompetenz entwickeln.

In unseren Rebalancing Ausbildungen entwickeln wir diese Wahrnehmungen der eigenen Körpersprache, und damit verbunden erkennen wir diese Zusammenhänge auch bei anderen Menschen.

Wir entwickeln bei den KlientInnen deren Fähigkeit, sich in ihren Hoffnungen, ihren Ängsten, ihren Ansprüchen, Bedürfnissen und Impulsen einzufühlen. Mit dem Ziel, dass sie direkter sich selbst und ihren eigenen echten Ausdruck im Leben entdecken. Sie erleben ihre eigene Fülle und Lebendigkeit. Sie erleben Ganzheit.

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In unseren Rebalancing Ausbildungen schulen wir Menschen zu Begleiterinnen einer „gefühlten Sprache“. Diese steht manchmal wortlos im Raum und zeigt sich über Empfindungen, Gefühle, Bewegungen oder subtile Impulse.

Unsere Kommunikation zwischen Gehirn und Körper findet jedoch durchgehend statt, auch wenn die verbale Ausdrucksweise oft limitiert ist oder erst verspätet Erklärungen nachliefert.

Alle TeilnehmerInnen lernen einen bewussteren Einblick in die Welt des Staunens, die wir im Rebalancing wieder und wieder beschreiten dürfen.

Einatmen, Innehalten, Ausatmen

Dankbarkeit

Eine neue Ausbildungsgruppe im Rebalancing hat begonnen. Das Thema lautet Inspiration. Die erste Sitzung im Rebalancing.

Inspiration leitet sich aus dem lateinischen Wort inspirare ab und heißt so viel wie „einhauchen“ oder „einatmen“. Heute am dritten Ausbildungstag unterrichtete Jan Schnurrbusch. Ich wollte eine Wanderung unternehmen, welche jedoch nach ca. einem Kilometer unterbrochen wurde, da ich auf folgendes Plakat stieß:

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Das nenne ich Inspiration; ein Geschenk. Das hätte ich nicht planen können. Das Geschenk des Atmens lässt uns direkt mit der Welt kommunizieren. Begriffe rund um den Atem dienen als bildhafte Sprache:

Atemberaubend – Mir stockt der Atem – Atemlos – Inspirierend

Unseren Atem können wir nicht einfangen, und wir können ihn auch nicht zurückhalten. Hören wir auf zu atmen, ist unser Leben zu Ende. Die Qualität der Atmung spiegelt uns die Qualität unseres Lebens.

Jepp Hein gibt uns Einblicke in seine Welt – in einer Ausstellung voller Sinneserfahrungen. Seh- Hör- und Tastsinn werden vielseitig mit einbezogen.

Eine inspirierende Erfahrung, von der meine Schüler und Klienten profitieren dürfen.

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Rebalancing erleben Webinar

Für alle, die Rebalancing kennenlernen, oder vertiefen wollen. 45 Minuten Vortrag mit anschließender Fragerunde. Dank dem Internet und ausgereifter Technik, stelle ich Rebalancing über Internet vor.

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Montag den 23.04. um 19:30 Uhr ist es wieder so weit.

Einfach hier kurz anmelden und die Zugangsdaten werden Dir per Mail versandt.

Alles was Du benötigst ist ein Computer mit Internetanschluss, wenn Du auch gesehen werden willst, noch eine Kamera. Wer nur zuhören will, kann sich per Telefon 📞 einwählen.

Ich freue mich auf Dich!