Ermutigung zur Selbstliebe

„Viele Schwierigkeiten im Leben sind Beziehungsschwierigkeiten zu anderen Menschen. Sie führen dazu, dass die Betroffenen auf irgendeine Weise versuchen, die Probleme in den Griff zu bekommen, indem sie sich mit dem anderen beschäftigen. Der andere ist ja die Ursache der Schwierigkeiten. Wäre er anders, hätte man diese Sorgen nicht.“
Michael Lehofer

Leider, leider, leider sind es nicht die anderen Menschen – die ich ändern kann. Aber es gibt einen den ich ändern kann: mich!
Das ist die frohe Botschaft.

Ist das zu radikal? Das mag radikal klingen, macht (mit etwas Übung) das Leben lebenswerter. Den/die Andere kann ich sowieso nicht ändern.

Indem ich beginne „Ja“ zu mir zu sagen, übernehme ich Verantwortung für mich, d.h. für meine Gedanken, für meine Taten, für meine Worte etc.. Die Eigenverantwortung unterstützt Heilungsvorgänge, unterstützt Beziehungsklärungen und befreit mich aus einer „Opferrolle“.

Mit der „Ich sage Ja zu mir“ Meditation fördern wir außerdem Berührungskompetenz, denn so wie ich als Behandler lerne, meine Stärken zu stärken, ist auch der/die Behandelte gefordert, Ja zu sagen, zu dem, wo ihre oder seine Grenzen liegen.

Das klingt paradox und ist paradox. Und es ist Heilung! Es ist eine Ermutigung zur Selbstliebe.

Die Arbeitsteilung in unseren Gehirnhälften

Jedes menschliche Gehirn besteht aus zwei spiegelbildlichen Hälften – ähnlich der beiden Hälften einer Walnuss. Jede Gehirnhälfte oder Hemisphäre steuert die Bewegungen der gegenüberliegenden Körperseite.

Beide Hemisphären sind auf verschiedene geistige Funktionen spezialisiert. Die erstaunlichste Asymmetrie ist mit dem Sprechen verknüpft.

Die linke Hälfte ist zuständig für die Erzeugung der konkreten Sprachlaute, sowie auch für ihre Anordnung in syntaktischen Strukturen und für einen Großteil dessen, was Semantik genannt wird – das Verstehen von Bedeutung.

Die rechte Hemisphäre scheint sich nicht mit gesprochenen Wörtern zu befassen. Ihr Augenmerk liegt auf feinsinnigeren Aspekten wie Metapher, Allegorie und Mehrdeutigkeit – wie sie in Poesie, Mythos und Drama wiederzufinden sind.

Die linke Hemisphäre wird dominant genannt, weil sie oft das Wort und das Denken an sich reißt. Die stumme rechte Hemisphäre kann keinen Protest dagegen erheben.

Weitere Spezialisierungen betreffen u.a. dem Sehen und der Gefühlswahrnehmung

Unsere rechte Hemisphäre ist zuständig für ganzheitliche Aspekte des Sehens – sie sorgt dafür, dass wir den Wald und nicht die Bäume sehen – und reagiert mit dem passenden Gefühl auf emotional besetzte Situationen.

Patienten mit rechtshemisphärischen Schlaganfällen oder anderen Hirnausfällen sind oft von beneidenswerter Unbekümmertheit hinsichtlich ihrer Erkrankung, weil sie ohne die „emotionale rechte Hemisphäre“ einfach nicht das Ausmaß ihres Verlusts begreifen.

Auch die kognitiven Stile (das Wahrnehmen, Denken, Erkennen betreffend) der beiden Hemisphären ist beachtlich.

Im Zustand des Wachseins wird unser Gehirn mit einer erdrückenden Fülle von sensorischen Input-Daten überschwemmt, die alle in einer kohärenten (zusammenhängenden) Perspektive eingegliedert werden müssen.

Um kohärente Handlungen hervorzubringen, muss unser Gehirn dieses Übermaß an Einzelheiten sichten und zu einem verlässlichen und in sich schlüssigen „Überzeugungssystem“ ordnen – zu einer Geschichte, die angesichts der zur Verfügung stehenden Indizien einen Sinn ergibt.

Das bedeutet, dass das Hirn mit jeder neuen Information versucht diese bruchlos in unsere bereits vorhandene Weltsicht einzufügen . Vermutlich geschieht dies in der linken Hemisphäre unseres Gehirns.

Doch was geschieht mit Informationen, die sich nicht richtig zu- und einordnen lassen?

Anomalien werden vom Gehirn ignoriert

Unsere linke Hemisphäre verändert diese Anomalie so, dass sie in das vorhandene Bezugssystem passt und die Stabilität des Gehirns erhalten bleibt.

Dieser alltägliche Abwehrmechanismen verhindert, dass unser Gehirn in hoffnungslose Unentschlossenheit verfällt. Mit dem Preis des selbst „belügens“. Doch der ist vertretbar, angesichts der Kohärenz und Stabilität des Gesamtsystems.

Beide Hemisphären besitzen also fundamental verschiedene Bewältigungsstrategien.

„Die linke H. hat die Aufgabe, ein Überzeugungssystem oder Modell herzustellen und neue Erfahrungen in dieses System einzugliedern. Wenn sich die linke Hirnhälfte einer Information gegenübersieht, die nicht in das Modell passt, nimmt sie ihre Zuflucht zu Freud`schen Abwehrmechanismen, das heißt, sie verleugnet, verdrängt oder konfabuliert – sie unternimmt jede Anstrengung, um den Status quo zu erhalten.

Die Strategie der rechten Hemisphäre dagegen besteht darin, den „Advokatus Diaboli“ (z.B. bei einem rhetorischen Streit zunächst ganz bewusst die Position seines Gegners einnimmt, dies jedoch nur, um diese schließlich trotzdem zu widerlege) zu spielen. Wenn die aus dem Rahmen fallenden Informationen einen bestimmten Schwellenwert erreicht, entscheidet die rechte Gehirnhälfte, dass es an der Zeit ist, eine grundsätzliche Revision des gesamten Models zu erzwingen und ganz von vorne anzufangen.

Die rechte Hemisphäre veranlasst also beim Auftreten bestimmter Anomalien einen Paradigmenwechsel während die linke Hemisphäre unter allen Umständen versucht, an den gegebenen Verhältnissen festzuhalten.“ Dr. Vilaynur S. Ramachandran

Einladung zur Rebalancing Faszien Ausbildung

Bringe Dich und Deine Körperarbeit auf eine neue Seins-Ebene

Wir lehren Dich die spirituelle-, die handwerkliche – und die technische Ebene, gewürzt mit Prisen von Humor und Anatomie. Du kommst in Kontakt mit dem Wesen des Lebens – der Wandlung und der Inspiration – der Eigenen und der Deiner Klienten – hin zu mehr Balance und vollem Selbstausdruck. 


In einer ausgezeichneten Lernumgebung für Körper, Geist und Seele – einer gesunden Mischung aus Stadt- und Landleben – mit der Wahlmöglichkeit nach Stille an jedem Ort – dennoch mitten im Puls des Lebens, bieten unserer Ausbildungen seit 25 Jahren eine hohe Qualität – sichtbar repräsentiert durch unserer ehemaligen Schüler vor allem im deutschsprachigen Raum.

Wir haben viele Rebalancing Praktizierende ausgebildet, die regelmäßig wiederkommen und uns sagen, wie zufrieden sie mit ihrer neuen beruflichen Laufbahn sind – für sich Selbst und für ihre Klienten.

Richte Dich auf, wie eine Rose ….

Unterstützt von unserem neuen und bewährten Lehrteam führen wir Dich in eine neue Beziehung zu Deinem eigenen Körper und zu dem Deiner Klienten, indem wir Deine Fähigkeiten und Dein Verständnis für einzigartige Berührungen und die eigene „Berührbarkeit“ schrittweise ausbilden.

Wir alle sind begeistert wie eh und je von dieser Arbeit.

Bernd Scharwies
http://www.rebalancing.dehttp://www.rebalancing-schule.ch

Das Konzept des Zentrums

Madrid – Kuppel der Kirche San Francisco El Grande

„Suche auf jedem Gebiet die merkwürdigste Sache und dann erforsche sie.“
John Archibald Wheeler

Interconnectednes d.h. die Verpflechtung – Vernetzung verschiedenster Körperzentren bilden die Grundlage, um ein Leben zu gestalten und uns in einer Weise zu verändern, die wir bis jetzt nur erahnen.

Die KörperSeeleGeist Einheit mit all ihren reichhaltigen Facetten sind Wegweiser zu unseren inneren Prozessen. So sind Symptome Belege für grundlegende Arbeitsweisen des menschlichen Geistes und Gehirns und „lassen Rückschlüsse zu auf das Wesen von Körperbild, Sprache, Traum, Depression, Lachen und andere Kennzeichen der menschlichen Natur.“ Vilaynur S. Ramachandran

Zentrum und Körperarbeit

In den klassischen Körpertherapien, zu denen auch Rebalancing gehört, bezieht sich das „Zentrum“ im Wesentlichen auf die Becken- und Bauchregion. Dies hat seine Berechtigung, denn eine Unausgeglichenheit in diesen Bereichen bewirken starke Veränderungen in der Peripherie. Auch unsere Aufrichtung, d.h. unsere Aufrichtigkeit wird wesentlich von diesen Zentrum beeinflusst. Berühre ich dieses Zentrum kommen die Klienten mit einer inneren Stille – ihrem „Inneren Selbst“ in Kontakt. 

Das Bauchzentrum besitzt eine eigene Seele. Zu ihr gehören unsere Grundtriebe: z.B. Hungergefühl, Sexualität, Empfindungen, Instinkt und Intuition. In Schulen östlicher Weisheit wird das Zentrum im Bauch Hara (Japan), Tan-Tien (China) und Kath (Sufismus) genannt. Für alle ist der Bauch das Zentrum der Vitalität. 


Der Kopf – Zentrum des Denkens

d.h. von Überlegungen und Reflexion. Unsere Gedanken sind Wegweiser zu den inneren Prozessen – unseren „innere Haltungen“. Der Kopf hat oft andere Vorstellungen, womit, wann und wie unsere fundamentalen Bedürfnisse befriedigt werden könnten. Für viele Menschen ist er zum Zentrum des Seins geworden. 

Die entscheidende Frage lautet, ob der „Kopf“ als Teil der Gesamtpersönlichkeit seinen angemessenen Platz einnimmt, und das Denken damit wieder an den Rand des Geschehens rückt, wo er seine wichtige Rolle am besten spielt. Denken soll keine Anstrengung, kein Kampf und kein Zeitfresser sein, sondern leicht und klar und spontan, wie die Bewegung eines Armes. 

Das Zentrum unseres Seins ist das Herz

welches im Brustraum von den Rippen geschützt ruht. Dort werden alle Gefühle gebündelt, verstärkt oder umgeformt. Gefühle strömen aus dem Bereich des Bauches durch das Zwerchfell aufwärts und erhalten über das Herz zwischenmenschlichen Ausdruck wie Mitgefühl, Präsenz oder Emotionen. Im Idealfall schafft das Herz eine harmonische Integration aller wichtigen Faktoren unseres Lebens. 

Das Herz gilt als die eigentliche Mitte des Menschen. In unserer Mitte fühlen wir und treffen im Idealfall eine Entscheidungen von dort heraus. Es ist der zentrale Ort, von dem aus sich unser Leben entfaltet. Das Herz hält nichts zurück, es gibt alles weiter. 

Interconnectedness

Wenn wir uns einander zuwenden, öffnen wir unser Herz. Wer liebt, möchte sein Herz verschenken. Das Herz kann springen und tanzen. Immer berufen wir uns auf unser Herz, wenn wir sagen wollen, wie es um uns steht. Unser Herz brennt, es wird von Leidenschaft erfasst, wir nehmen uns etwas zu Herzen, wir geben unserem Herzen einen Stoß, wenn wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben, nehmen das Herz in die Hand oder fassen uns ein Herz, wenn etwas Wichtiges zu tun ist. Wer das Herz auf dem richtigen Fleck hat, der wird auch das Herz auf der Zunge tragen. Welches Glück bedeutet es, wenn wir jemandem unser Herz ausschütten können!

Seelische Krisen können zu Herzschmerzen führen. Wir fühlen unser Herz durchbohrt oder fürchten, dass unser Herz bricht. Wir prüfen uns auf Herz und Nieren, bevor wir zu einem Herz und einer Seele werden. Das offene Herz ist zärtlich, warmherzig und im Fluss. Indem wir im Herzen verweilen, wird es weich, und der Geist wird ruhig und taucht in eine Stille und Weite ein. 


An-fangen

Höre nie auf anzufangen und
fange nie an aufzuhören.

Marcus Tullius Cicero

Der (Jahres-)Rückblick ist vorbei. Das neue Jahr hat begonnen. Ein neuer Anfang!? Wie nah liegen Anfang und Rückblick doch beieinander.

„Das Leben muss im Vorblick gelebt werden, kann jedoch erst im Rückblick verstanden werden.“ 
Søren Aabye Kierkegaard

Der Rückblick führte mich immer wieder zu einem milderen Blick auf meine Mitmenschen, aber auch auf mich selbst. Das Betrachten meiner eigenen Lebensgeschichte dient mir als spirituelle Übung des Rückblicks.
Das regelmäßige Zeit nehmen, z.B. um auf meinen Tag oder einen längeren Lebensabschnitt zurückzuschauen, baute mit an meiner Identität, die auf einen inneren Zusammenhang und Sinn gründet. Ich benötige von Zeit zu Zeit Abstand vom unmittelbaren Geschehen, um auf das Ganze zu Schauen – dadurch erschließt sich mir ein größerer Zusammenhang. 

Die Rückschau hilft mir zur Gesamtschau – und diese ermöglicht mir, überlegt und vertrauensvoll den nächsten Schritt zu wagen. 

Anfang

Es ist für mich eines der schönsten (und manchmal auch schwierigsten) Dinge am 01.01. eines Jahres frühmorgens in die Morgenmesse in St. Michael in München zu pilgern. Dieses Jahr bildete die Krönungsmesse von W.A. Mozart den würdigen Rahmen für den Jahresanfang. Es ist inspirierend und es lässt mich meinen rechten Platz für diesen meinen Jahres-Anfang einnehmen.

Im Wort Anfang steckt das Verb fangen. Zum Jahresbeginn blicke ich auf die kommenden Monate. Will ich diese fangen? Wohl kaum, denn die Zeit lässt sich nicht fangen.

Die Worte Kohelet`s drücken dies so passend für mich aus:

Zeit und Stunde

Für alles gibt es eine Stunde, und Zeit gibt es für jedes Vorhaben unter dem Himmel: 
Zeit zum Gebären und Zeit zum Sterben, Zeit zum Pflanzen und Zeit zum Ausreissen des Gepflanzten, 
Zeit zum Töten und Zeit zum Heilen, Zeit zum Einreissen und Zeit zum Aufbauen, 
Zeit zum Weinen und Zeit zum Lachen, Zeit des Klagens und Zeit des Tanzens,
Zeit, Steine zu werfen, und Zeit, Steine zu sammeln, Zeit, sich zu umarmen, und Zeit, sich aus der Umarmung zu lösen, 
Zeit zum Suchen und Zeit zum Verlieren, Zeit zum Bewahren und Zeit zum Wegwerfen, 
Zeit zum Zerreissen und Zeit zum Nähen, Zeit zum Schweigen und Zeit zum Reden, 
Zeit zum Lieben und Zeit zum Hassen, Zeit des Kriegs und Zeit des Friedens. Welchen Gewinn hat, wer etwas tut, davon, dass er sich abmüht?

Ich sah, was Gott den Menschen zu tun überlassen hat. 
Alles hat er so gemacht, dass es schön ist zu seiner Zeit. Auch die ferne Zeit hat er den Menschen ins Herz gelegt, nur dass der Mensch das Werk, das Gott gemacht hat, nicht von Anfang bis Ende begreifen kann. 
Ich erkannte, dass sie nichts Besseres zustande bringen, als sich zu freuen und Gutes zu tun im Leben. 
Und wenn irgendein Mensch bei all seiner Mühe isst und trinkt und Gutes geniesst, ist auch dies ein Geschenk Gottes. 
Ich erkannte, dass alles, was Gott schafft, endgültig ist. Nichts ist ihm hinzuzufügen, und nichts ist davon wegzunehmen.

Übersetzung Neue Zürcher Bibel

So wünsche ich Euch und mir, dass es uns gelingen möge, immer wieder neu – klein und groß – anzufangen. Gott schenkt uns 365 Tage lang einen neuen Anfang. Mögen wir diese Gnade wachen Herzens ergreifen (können).



Frohe Weihnachten

Liebe Rebalancing Interessierte,

vor gut 10 Jahren schrieb ich als Epilog im Rebalancing Buch folgende Zeilen:

„Wenn durch dieses Buch deutlich wird, dass es viel erfahrenes und erforschtes Wissen über den Körper gibt; 
dass ich als Therapeut noch so viel sehen und lesen kann
und dennoch jeder Körper, jeder Mensch
seine Eigenart hat, die ich nicht verstehe;
wenn wir akzeptieren, dass diese Eigenarten nur entdecken kann,
wer den Mut hat, bei sich selbst zu schauen; 
dass wir viel sehen und wissen können,
jedoch vor allem ein weites, verständiges Herz benötigen,
weil auch unser Gegenüber dann Dein weites,
verständiges Herz spüren kann; 
wenn Du Frieden findest mit allem, was ist,
Du Dich selbst annimmst,
Deinen Körper, Deinen Geist oder Dein Sein; 
dann ist es gut.“ 

Und den Abschluss bildete das Zitat des Osteopathie Begründers A.T.Still
Höre zu, lerne, erkenne Dich selbst und lebe in Frieden mit Gott. 

Zurückblickend haben diese Zeilen für mich nicht an Aktualität verloren – weder in meiner Praxis – in meinem Unterricht – oder in meinem Alltag. Ich würde sie genauso wieder schreiben (und leben). Die Idee für dieses Buch entstand aus der Einsicht, dass es in unserer Arbeit mit Menschen ein weites und verständiges Herz benötigt. Diese Einsicht habe angesichts meiner eigenen, aber auch mittels der Beziehungen meiner Freunde und meiner Klienten gewonnen.

Was ich in meinem Leben gelernt habe: Es geht nicht darum andere Menschen zum Objekt meiner klugen Ratschläge, Belehrungen, Bewertungen oder Vorhaltungen zu machen. Alles was ich leisten kann, sie (und mich) darin zu unterstützen wieder mit sich selbst in Berührung zu kommen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch ein frohes, gnadenreiches Weihnachtsfest und das Beste für das neue Jahr!

Mit herzlichen Gruß
Bernd Scharwies


Einander Engel sein

Wenn wir
aufeinander zugehen
und zueinander stehen

ehrlich und echt sind
und auf Floskeln verzichten

geduldig warten
und wohlwollend zuhören

Feines beschützen
und Schwaches stärken

Trauriges gemeinsam tragen
und uns an den Erfolgen anderer freuen

Hindernisse als Möglichkeiten sehen
und Ansätze weiterdenken

liebevoll begleiten
und herzlich danken

Halt geben
statt festzuhalten

Raum lassen und ermutigen
den eigenen Weg zu gehen

wird Weihnachten.

Max Feigenwinter












Da Sein

Was ist wesentlich in einem (Rebalancing) Therapie Prozess?

Dass ich als Mensch da bin. Dieses Da-Sein ist ein ganz bestimmtes Gefühl. In dem Moment, in dem ich einen (Behandlungs-)Raum betrete, lasse ich das, was mich stark beschäftigt, im gewissen Sinn, draußen vor der Tür. Idealerweise auch all mein „Wissen“, meine Pläne, Techniken etc.

Ich weiß: Wenn ich da bin, dann ist  a l l e s  verändert.

Dann ist es möglich, dass zwischen den Wesen zweier Menschen eine wechselseitige Beziehung wahrgenommen wird. Gedanken und Gefühle zwischen uns Menschen beeinflussen einander. Sie fördern oder hemmen Wachstum auch Heilkräfte. Sobald eine Resonanz zwischen KlientIn und Begleiter entsteht, werden beide gestärkt. 

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Dieses Da-Sein ist einfach. Früher glaubte ich, dass ich dies lernen muss. Dem ist nicht so. Da-Sein bedeutet, dass ich mich nicht verstecke. Ich muss nichts wissen – auch nicht gut sein. Es reicht, einfach da zu sein. Das erfordert Übung.

Im Rebalancing, also sowohl im Gesprächs-Dialog, im Körperlesen-Dialog, als auch im Faszien-Berührungs-Dialog üben wir in jeder Behandlungseinheit dieses Da-Sein. Jeder gute Dialog lebt von der Gegenwärtigkeit, von der Anwesenheit beider Menschen.

Dann ist es möglich, dass wir mit unseren verständigen, weiten Herzen in Kontakt gelangen. In Frieden kommen mit allem, was ist. Dass wir uns selbst annehmen, unseren Körper, unseren Geist und unserer Seele – also unserem Sein.

„Höre zu, lerne, erkenne Dich selbst
und lebe in Frieden mit Gott.“

Andrew Taylor Still (Begründer der Osteopathie)

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