Das Konzept des Zentrums

Madrid – Kuppel der Kirche San Francisco El Grande

„Suche auf jedem Gebiet die merkwürdigste Sache und dann erforsche sie.“
John Archibald Wheeler

Interconnectednes d.h. die Verpflechtung – Vernetzung verschiedenster Körperzentren bilden die Grundlage, um ein Leben zu gestalten und uns in einer Weise zu verändern, die wir bis jetzt nur erahnen.

Die KörperSeeleGeist Einheit mit all ihren reichhaltigen Facetten sind Wegweiser zu unseren inneren Prozessen. So sind Symptome Belege für grundlegende Arbeitsweisen des menschlichen Geistes und Gehirns und „lassen Rückschlüsse zu auf das Wesen von Körperbild, Sprache, Traum, Depression, Lachen und andere Kennzeichen der menschlichen Natur.“ Vilaynur S. Ramachandran

Zentrum und Körperarbeit

In den klassischen Körpertherapien, zu denen auch Rebalancing gehört, bezieht sich das „Zentrum“ im Wesentlichen auf die Becken- und Bauchregion. Dies hat seine Berechtigung, denn eine Unausgeglichenheit in diesen Bereichen bewirken starke Veränderungen in der Peripherie. Auch unsere Aufrichtung, d.h. unsere Aufrichtigkeit wird wesentlich von diesen Zentrum beeinflusst. Berühre ich dieses Zentrum kommen die Klienten mit einer inneren Stille – ihrem „Inneren Selbst“ in Kontakt. 

Das Bauchzentrum besitzt eine eigene Seele. Zu ihr gehören unsere Grundtriebe: z.B. Hungergefühl, Sexualität, Empfindungen, Instinkt und Intuition. In Schulen östlicher Weisheit wird das Zentrum im Bauch Hara (Japan), Tan-Tien (China) und Kath (Sufismus) genannt. Für alle ist der Bauch das Zentrum der Vitalität. 


Der Kopf – Zentrum des Denkens

d.h. von Überlegungen und Reflexion. Unsere Gedanken sind Wegweiser zu den inneren Prozessen – unseren „innere Haltungen“. Der Kopf hat oft andere Vorstellungen, womit, wann und wie unsere fundamentalen Bedürfnisse befriedigt werden könnten. Für viele Menschen ist er zum Zentrum des Seins geworden. 

Die entscheidende Frage lautet, ob der „Kopf“ als Teil der Gesamtpersönlichkeit seinen angemessenen Platz einnimmt, und das Denken damit wieder an den Rand des Geschehens rückt, wo er seine wichtige Rolle am besten spielt. Denken soll keine Anstrengung, kein Kampf und kein Zeitfresser sein, sondern leicht und klar und spontan, wie die Bewegung eines Armes. 

Das Zentrum unseres Seins ist das Herz

welches im Brustraum von den Rippen geschützt ruht. Dort werden alle Gefühle gebündelt, verstärkt oder umgeformt. Gefühle strömen aus dem Bereich des Bauches durch das Zwerchfell aufwärts und erhalten über das Herz zwischenmenschlichen Ausdruck wie Mitgefühl, Präsenz oder Emotionen. Im Idealfall schafft das Herz eine harmonische Integration aller wichtigen Faktoren unseres Lebens. 

Das Herz gilt als die eigentliche Mitte des Menschen. In unserer Mitte fühlen wir und treffen im Idealfall eine Entscheidungen von dort heraus. Es ist der zentrale Ort, von dem aus sich unser Leben entfaltet. Das Herz hält nichts zurück, es gibt alles weiter. 

Interconnectedness

Wenn wir uns einander zuwenden, öffnen wir unser Herz. Wer liebt, möchte sein Herz verschenken. Das Herz kann springen und tanzen. Immer berufen wir uns auf unser Herz, wenn wir sagen wollen, wie es um uns steht. Unser Herz brennt, es wird von Leidenschaft erfasst, wir nehmen uns etwas zu Herzen, wir geben unserem Herzen einen Stoß, wenn wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben, nehmen das Herz in die Hand oder fassen uns ein Herz, wenn etwas Wichtiges zu tun ist. Wer das Herz auf dem richtigen Fleck hat, der wird auch das Herz auf der Zunge tragen. Welches Glück bedeutet es, wenn wir jemandem unser Herz ausschütten können!

Seelische Krisen können zu Herzschmerzen führen. Wir fühlen unser Herz durchbohrt oder fürchten, dass unser Herz bricht. Wir prüfen uns auf Herz und Nieren, bevor wir zu einem Herz und einer Seele werden. Das offene Herz ist zärtlich, warmherzig und im Fluss. Indem wir im Herzen verweilen, wird es weich, und der Geist wird ruhig und taucht in eine Stille und Weite ein.