Da Sein

Was ist wesentlich in einem (Rebalancing) Therapie Prozess?

Dass ich als Mensch da bin. Dieses Da-Sein ist ein ganz bestimmtes Gefühl. In dem Moment, in dem ich einen (Behandlungs-)Raum betrete, lasse ich das, was mich stark beschäftigt, im gewissen Sinn, draußen vor der Tür. Idealerweise auch all mein „Wissen“, meine Pläne, Techniken etc.

Ich weiß: Wenn ich da bin, dann ist  a l l e s  verändert.

Dann ist es möglich, dass zwischen den Wesen zweier Menschen eine wechselseitige Beziehung wahrgenommen wird. Gedanken und Gefühle zwischen uns Menschen beeinflussen einander. Sie fördern oder hemmen Wachstum auch Heilkräfte. Sobald eine Resonanz zwischen KlientIn und Begleiter entsteht, werden beide gestärkt. 

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Dieses Da-Sein ist einfach. Früher glaubte ich, dass ich dies lernen muss. Dem ist nicht so. Da-Sein bedeutet, dass ich mich nicht verstecke. Ich muss nichts wissen – auch nicht gut sein. Es reicht, einfach da zu sein. Das erfordert Übung.

Im Rebalancing, also sowohl im Gesprächs-Dialog, im Körperlesen-Dialog, als auch im Faszien-Berührungs-Dialog üben wir in jeder Behandlungseinheit dieses Da-Sein. Jeder gute Dialog lebt von der Gegenwärtigkeit, von der Anwesenheit beider Menschen.

Dann ist es möglich, dass wir mit unseren verständigen, weiten Herzen in Kontakt gelangen. In Frieden kommen mit allem, was ist. Dass wir uns selbst annehmen, unseren Körper, unseren Geist und unserer Seele – also unserem Sein.

„Höre zu, lerne, erkenne Dich selbst
und lebe in Frieden mit Gott.“

Andrew Taylor Still (Begründer der Osteopathie)

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