Gesundheit ist möglich

Die Faszien entwickeln sich aus einem Keimblatt, dem Mesoderm, fortdauernd und intelligent zu wichtigen Körperstrukturen. Ausgehend vom Augenblick der Zeugung vereinigen, verbinden und durchdringen sie alles in unserem Körper.

Dieser Prozess des Entstehens, Reifens und Wachsens findet kontinuierlich bis heute in einem eigenen Rhythmus statt. Ich denke sagen zu können, dass dieser Rhythmus mit dem Zusammentreffen und Verschmelzen des Spermiums mit der Eizelle begann. Diese Grundbewegung ist die Basis für alle Bewegungen, die uns bis heute und bis zu unserem Tod hin begleiten, wie die ununterbrochenen Bewegungen des Meeres.

Diesen Körperrhythmus erfahren wir jederzeit. Am einfachsten über unseren Atem und unseren Herzschlag. Unsere Körperrhythmen passen sich den wechselnden äußeren Anforderungen an, sie gliedern diese ein und schaffen damit ein immer neu werdendes Gleichgewicht.

Damit es aufrechterhalten werden kann, bedarf es, dass wir den natürlichen Rhythmus zulassen. Im Wechsel von Entspannung und Anspannung, wohligen und unwohlen Gefühlen, Gedanken und Stille, festem und weichem Muskeltonus entfaltet sich unser Leben.

Analog finden wir diese Wechselbeziehungen in der Natur bei Ebbe und Flut, Sonnenauf- und Untergang, Sonnenschein und Regen oder den Jahreszeiten. Wir entdecken ein ununterbrochenes Wechselspiel zwischen Kommen und Gehen in allem, was lebt. Wir finden nichts in dieser Welt, das keinen Rhythmus hätte.

 

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Gesundheit ist hier und jetzt möglich. Wir brauchen dafür normalerweise keine außergewöhnlichen Behandlungs- oder Vorsorgemaßnahmen.

Ganz gleich, welchen Beruf wir ausüben, besteht Die größte Gefahr für uns darin, dass wir über eine zu lange Zeit etwas allein machen, ohne uns eingebunden zu fühlen. Es ist, als ob sich eine Zelle oder ein Organ aus dem abgestimmten Körper-Rhythmus löst. Das kann (irgendwann) in die Krankheit führen.

Im Bauch der Mutter sind wir in Resonanz mit ihr. Unser Leben beginnt normalerweise mit der Erfahrung von Harmonie. Wir sind im Einklang mit allem.

Bei unserer Geburt verlassen wir diesen Resonanzraum und betreten einen anderen, den der Welt, in der wir auch heute noch leben. Gelingt es uns, bewusst mit unserem Herzen in Verbindung zu sein, unserem wohl stärksten Impulsgeber, dann sind wir im Kontakt mit allen Herzen dieser Welt. Wir erleben unseren Eigenrhythmus und sind zugleich verbunden.

Unsere Verantwortung ist, unserem Körper und unser Seele, so, wie wie wir sind, auf kluge, achtsame und freundliche Art zu begegnen. Mit allen polaren Facetten:

Schönheit und Leiden
Verspannung und Aufrichtung
Ängste und Freuden.

Es ist nicht leicht, anzunehmen, was ist, aber es ist das einzige, worauf es ankommt.

Wenn uns das gelingt, erfahren wir, dass jedes Körpergefühl seinen Wert hat, und wir entdecken ein reiches Maß an Freiheit und Mitgefühl gegenüber jedem Körper, gegenüber jedem Menschen.

„Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt von allem anderen – eine Art optischer Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen uns Nahestehenden beschränkt.

Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfasst.“

Albert Einstein