Gelenke und Schmerzen – Teil 6

Was nun, wenn eindeutige MRT oder Röntgenaufnahmen b e w e i s e n, dass die Knie- oder Hüftgelenke „kaputt“ sind. Die Aufnahmen und die Interpretationen der Ärzte belegen, dass es so nicht weiter gehen kann/wird. Die Schmerzen sind also nicht eingebildet

In den inneren Auskleidungen der Gelenke existieren dicht besiedelt Mengen an sogenannten „Gefahrensensoren“. Diese senden Alarmzeichen in Richtung unseres Gehirns. Und unser Gehirn entscheidet darüber, ob es schmerzt oder nicht.

Einige Fakten zu den Gelenken:

1. Gelenke nutzen sich natürlicherweise ab. Ob es schmerzt oder nicht, scheint von der Geschwindigkeit der Abnutzung abzuhängen. Geschieht dies langsam, scheint dies für das Hirn keine Gefahr zu bedeuten und auch nicht schmerzen. Schnelle Veränderungen (Bruch, Verrenkung, Entzündung) dagegen scheinen offensichtlich zu schmerzen.

2. Die Aufnahmen von Gelenkoberflächen suggerieren Abnutzung. Deshalb muss es nicht schmerzen.

3. Das „knirschen oder stechen“ von Gelenken sind Konstruktionen des Gehirns. Die ankommenden Gelenksignale werden so „übersetzt“, dass diese uns als logisch erscheinen, weil wir glauben, dass Gelenke mechanisch sind.

BAC017C8-F5CB-439F-B274-4A3750A2B3E7

4. Knochen und Gelenke lieben Bewegung (d.h. den Druck der dadurch ausgeübt wird). Diese lässt die Gelenkflüssigkeit verteilen. Desweiteren erhält unser Gehirn z.B. Informationen (mittels sensorischer Signale) über unsere Körperpositionen aus den Gelenken.

5. Knochen und Gelenke heilen – und sind oft stabiler als vor der Verletzung.

Achtsame Berührungen an den Gelenken, vermitteln dem Gehirn andere Informationen. Dies kann oft zu schmerzfreien Ergebnissen führen, obwohl an den Gelenken selbst, nichts verändert wurde.

Inwiefern Gedanken, und welche Gedanken darauf einen Einfluss haben, darüber werde ich im nächsten Teil schreiben.